Da ich scheinbar noch immer nicht dazu in der Lage bin, etwas anderes zu fotografieren als die Sonne, Blumen und Lebewesen mit einem nicht messbaren IQ, wird es wohl noch eine Weile nur Bilder von so etwas geben.

Wie ich von der Uni nach Hause komme (tatsächlich! Von der Uni! Dass ich da manchmal noch auftauche…Es grenzt an ein Wunder), und die Pusteblumen an der Flussbiegung scheinbar ein Festival à la Woodstock veranstalten, muss ich, kaum zu Hause angekommen, hektisch herumwühlen, die alte Kamera aus einem Haufen anderen Mülls herausfischen, wieder zurückradeln und mich eine Weile vor verwirrten Spaziergängern und ihren den Anblick stoisch hinnehmenden Hunden lächerlich machen. (Was das angeht, sind mir Hunde plötzlich doch ganz sympathisch.)

(Fotografiert habe ich trotzdem keinen, das hätte bestimmt Anzeige wegen Verletzung der Privatsphäre von Seiten des Besitzers gegeben.)

(Weiter schwafeln oder Bilder jetzt?)

Okay.

Die Sonne ging unter, ich radelte zurück, schrieb noch ein wenig und war ansonsten wieder so unproduktiv wie am Tag davor (und auch am Tag danach).

Aber da die Liebe mich scheinbar verarschen will, die Uni mich jetzt schon langweilt, ich einfach nur Frieden möchte und den in dieser entspannten Phase des Nichtstuns und ab-und-zu-Kommunizierens auch tatsächlich bekomme, scheint es doch gar nicht so schlecht zu laufen. Leben auf einem sehr niedrigen Level, zugegeben, aber vieles erscheint gar nicht so schwierig zu machen von hier aus. Die paar Muskeln zu lernen… Seliges Alleinsein.

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