Frohe Weihnachten. Haltet euch fest an euren Menschen, die ihr habt. Sonst haltet euch an euren eigenen Knien fest. Lasst euch nicht aus dem Tritt bringen. Lasst euch nicht irritieren von fragwürdigen Ereignissen.

Steht auf, egal wie schwer es ist, an jedem Tag, und das vielleicht sogar vor zwölf Uhr mittags. Esst ein wenig, wenn ihr könnt. Auch, wenn ihr nicht könnt. Esst irgendetwas, was da ist. Sprecht oder schreibt ein wenig.

Hört auf, Erwartungen zu schüren. Erwartungen bringen Enttäuschung, das ist keine sonderlich neue Tatsache. Fangt am besten gar nicht an mit dem Denken, denn das führt früher oder später zum Grübeln. Vermeidet Worte wie „vorbei“, „Rückblick“ oder „Zukunftsaussicht“. Lest keine industriell verfassten und am besten noch zu kommerziellen Zwecken verbreiteten Weihnachtsgrüße. Denkt nicht über die Menschen nach, die man „mal kannte“ (und es aus beliebigen Gründen nicht mehr tut). Denkt nicht über verpasste Chancen nach. Vergangenes Glück. Vergangene Sicherheit. Vergangenen Stolz.

Frohe Weihnachten. Ignoriert jegliche Anflüge von Zynismus.

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