Die letzten Wochen wurden verbracht in einem Zustand staunender Unproduktivität, auch gekennzeichnet als „Nichtstun-und-sich-nichts-draus-machen“. Das ist entspannend, fast wie Urlaub, doch umso heftiger erwischt einen die Erkenntnis, dass es jetzt doch mal wieder Zeit wird für all die Dinge, zu denen ich mich normalerweise selbst zwinge: Schreiben, Fotografieren, Chaos beseitigen, lernen. Am 14.2. ist die nächste Prüfung, und ich verliere mich in biochemischen Formeln, verdränge alles andere und hasse mich doch selbst für diese vorgeschobene Entschuldigung, nichts zu tun und zu niemandem Kontakt aufzunehmen.

Bilder gibt es ein paar neue; die von davor sind verloren gegangen. Die von davor auch, aber auf andere Art. Es war niederschmetternd und ich habe in üblicher Panik überlegt, mit dem Geknipse aufzuhören, aber wahrscheinlich ist es etwas, an das man sich ebenso klammert wie ans Schreibenwollen, nur für sich selbst, ohne den Anspruch, gesehen oder gelesen zu werden.

Natriumdampflampenlicht. Beweis: So etwas gibt es tatsächlich noch.

Die Straße, in der ich gewohnt habe, bis ich zwei Jahre alt war, und an die ich eine einzige Erinnerung habe:

– Schnappschüsse –

Wie überlebt der Rest von euch Menschen den Winter? Ignoriert man ihn oder begegnet man ihm mit heimeliger Polarexpeditions-Ausrüstung? Noch immer habe ich das fiese Monster nicht bezwingen können und schäme mich fast, mich manchmal daran zu freuen.

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