Beinahe habe ich es überstanden, die Kälte, die ich noch immer nicht leiden kann, voller Nässe, langsam trocknender Wäsche und dem stetigen Gefühl des Eingesperrtseins. Natürlich immer der Versuch, das alles in den Bildern zu ignorieren, nur die schöne, manchmal fast hübsche Seite des Frosts herauszukehren, die nicht immer wirklich da ist, alles mehr Schein als Sein. Vielleicht ist einzig das der Selbstzweck der Photographie: Alles Hässliche wegzukehren, zu relativieren, Bild für Bild den trügerischen Eindruck einer reinen, eindeutig einzuordnenden Welt zu erwecken, in der wir zwar gern leben würden, es aber niemals werden. Ich versuche, lächerliche Fenster zu schaffen und in der Wahl des Ausschnitts genau das auszublenden, was deutlich machen könnte, dass es sich hier nur um kaschierte Banalität handelt.

Also Bilder von Schnee, von einem entfernten Pärchen in einer Allee, einem abendlichen Waldspaziergang, von frostigen Winterhimmeln, blassen Sonnenstrahlen und nochmal Schnee.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Advertisements