Das war es wirklich. Per Anhalter ging es los, durch Belgien und einen Zipfel Frankreich („Excusez-moi, est-ce que vous allez d’ici sur l’autoroute E40 à la direction de Calais? Non? Ah, dommage. Mais merci quand même.“), am Abend desselben Tages über den Kanal. In Köln fragte ich Harald Schmidt, ob er Richtung Aachen unterwegs sei, aber er wollte leider nur wieder ins Stadtzentrum (wie alle anderen an der Stelle auch!). Mir fiel seine Identität hinterher auf, obgleich ich nie fernsehe.

In Dover war die erste Nacht recht komfortabel in einer Wohnung, die wir einigen anderen Übernachtungs-Angeboten gegenüber vorzogen, was sch gelohnt hat. Kein Gestank, keine stockbetrunkenen Leute, am nächsten Morgen eine spontane Klippenwanderung. Die zweite Nacht gleich das wieder aus; Camping in einem kleinen Grünstreifen neben einem großen Kreisverkehr in Portsmouth. Warum wollte ich nochmal nach Westen, obwohl ich wusste, dass es dorthin keine Direktverbindung gibt?

Noch einen Tag später waren wir endlich in der Grafschaft, in die wir wollten, und fuhren bequem mit dem Zug nach Newquay. Auf einem Aldi-Parkplatz stehend, sahen wir zum ersten Mal den Atlantik. Danach sahen wir ihn eigentlich die ganze Zeit, immer auf der rechten Seite, weiter nach Südwesten wandernd, bei Wind und Regen. Zwei Tage und etwa 30 km später schien zum ersten Mal wieder die Sonne. Der Rest ist entspannt, noch ein bisschen trampen, um Schlafplätze betteln, Sonnenbrand, im Meer baden, Baked Beans, Hummus-Brot und Ingwerkekse essen (leider sonst nicht so viel anderes).

In St. Ives nahm ich ganz sentimental Abschied vom Meer, nur um es danach noch dreimal wiederzusehen, denn die Rückreise war…nunja, suboptimal. Sie wird nicht miterzählt, obwohl sie zwei (eigentlich sogar drei) Tage lang stattgefunden hat.

Eigentlich wollte ich nur Bilder hochladen, aber ganz kommentarlos wäre das wohl wenig sinnvoll. Das große Hitchhiker-Pappschild mit der Aufschrift „CORNWALL“ ist leider unterwegs verloren gegangen, aber zum Glück erst, nachdem es uns erfolgreich in weniger als 20 Minuten aus Plymouth rausgebracht hatte…Und nun zum Eigentlichen!

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