Wohl, dass es meinen Großeltern mütterlicherseits verhältnismäßig gut zu gehen scheint. Sie gehen auf die 80 zu, und doch sind beide sehr reflektiert, aktiv, bemüht. Der Zauberer und ich waren einen Tag lang dort und kamen wieder mit veganem Aufschnitt, den es sonst fast nie gibt (weil zu teuer), und einer Dose voller Kohl mit Würstchen, was es sonst auch nur bei den Großeltern gibt (weil ich zu einfallslos bin, um Kohl zuzubereiten, außer in Borschtsch) und 14 Büchern, von denen acht im Gesamtwert von 7,50 auf einem Bücherflohmarkt der Kirchengemeinde Eilbek dazugekommen sind. (Darunter Aufsätze zu Dostoyevskiy, Schuld und Sühne von Dostoyevskiy, Der Fremde von Camus, Effi Briest von Fontane, Krieg und Frieden von Tolstoi, Vorträge bezüglich „Kassandra“ von Christa Wolf sowie Eine kurze Geschichte des Traktors auf ukrainisch, weil ich ein niveauloses Buch haben wollte, das ich an einem Tag lesen kann, ähem.)

IMG_9545Zwischendurch nahm mich mein Großvater an die Hand und stellte mich wildfremden Menschen vor („Das ist MEINE Enkelin!“), als sei ich in all meiner Großartigkeit einzig und allein sein Verdienst, worüber ich mich im nachhinein mehr freue, als ich es wahrscheinlich sollte.

Advertisements