Heute morgen war in meinem E-Mail-Postfach eine Nachricht von meiner…wie ist sie zu nennen? Kollegin? Bekannte? Freundin?…aus der Zeit in Russland, wir haben zusammen im selben Kinderheim gearbeitet, sie mit den ganz kleinen, ich mit den etwas größeren Kindern. Immer und immer hatten wir Streit, teilweise völlige Funkstille, bis zu einer Nachricht von mir vor einigen Monaten, anlässlich meiner Reise nach St. Petersburg und eben auch in dieses Kinderheim. Ursprünglich wollte ich nur wissen, ob sie gern Fotos hätte, daraufhin folgte ein Mailwechsel voller Entschuldigungen (beiderseits) und lieber Worte, dann prokrastinierte ich das Schicken von Bildern und dachte schon, damit sei die Sache gestorben. Und nun ihr Nachhaken, ihre Sorge, ihr Interesse. Es ist ihr nicht egal. Ich bin so froh, diese Verbindung zu ihr zu haben, dass das alte Verhältnis endlich bereinigt ist von all den Hässlichkeiten und Bösartigkeiten, die zwischen uns gewesen sind. Nun habe ich ihr geantwortet in einer Mail, die drei Word-Seiten umfasst, mehr oder weniger aus Versehen, und vielleicht, vielleicht, wird daraus ein regelmäßiger Briefwechsel. Es wird sich zeigen.

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